was bedeutet dieser ansatz „yesyoga“ überhaupt?
Wenn du von „yesyoga“ liest oder hörst, geht es oft um eine Philosophie, die den Fokus von Perfektion wegnimmt und ganz zu dir holt. Es ist weniger ein fester Stil wie Hatha oder Vinyasa, sondern vielmehr eine Einstellung. Es bedeutet: Ja zu dem, was gerade ist. Dein Körper ist heute vielleicht steif, dein Geist voller To-Do-Listen. Beim yesyoga sagst du: „Ja, das ist mein Körper heute. Und ja, ich praktiziere trotzdem.“
Dieser Ansatz nimmt den Druck heraus. Du musst nicht gelenkig sein, um Yoga zu praktizieren. Du musst keine komplizierten Sanskrit-Namen kennen. Es geht darum, die Praxis anzunehmen, so wie sie sich in diesem Moment für dich anfühlt. Viele Menschen suchen genau das, weil sie im Alltag schon genug Druck erleben. Sie suchen eine Yoga-Stunde, in der sie nicht noch eine Leistung erbringen müssen.
der unterschied zu strengen yogastilen
In manchen traditionellen oder sehr sportlich ausgerichteten Stilen steht die exakte Ausführung einer Asana (Körperhaltung) im Vordergrund. Es wird viel korrigiert, um die „richtige“ Linie zu finden. Das kann frustrierend sein, wenn dein Körper einfach nicht mitmacht oder du Schmerzen hast. Beim yesyoga verschiebt sich dieser Fokus. Die korrekte Ausrichtung ist wichtig für die Sicherheit, aber sie ist nicht das Hauptziel.
Stell dir vor, du versuchst, in den Kopfstand zu kommen. Wenn es nicht klappt, heißt es nicht: „Du hast versagt.“ Es heißt: „Heute übst du etwas anderes. Heute übst du Geduld oder die Vorbereitung für den Kopfstand.“ Es geht um die liebevolle Akzeptanz deines aktuellen Zustands. Das ist essenziell, wenn du langfristig deine regelmäßige yoga übung etablieren möchtest, ohne dich ständig zu demotivieren.
deine alltäglichen blockaden und wie yesyoga hilft
Ich kenne das Gefühl. Du hast dir fest vorgenommen, dreimal die Woche Yoga zu machen. Am Montag klappt es, am Mittwoch bist du müde, und am Freitag hast du sowieso keine Zeit. Dann kommt das schlechte Gewissen. „Ich bin nicht diszipliniert genug.“ Hier setzt der yesyoga-Gedanke direkt an und gibt dir Werkzeuge an die Hand.
wenn die motivation schwankt
Die größte Hürde ist oft der Anfang oder der Wiedereinstieg. Du denkst, du brauchst eine volle Stunde, um etwas zu bewirken. Das stimmt nicht. Wenn du nur fünf Minuten Zeit hast, mach fünf Minuten. Du kannst im Stehen die Arme heben, dich einmal dehnen und tief atmen. Das ist dein yesyoga-Moment für diesen Tag.
Praktischer Tipp: Setze dir keine „Wenn-dann“-Ziele, wie „Wenn ich Zeit habe, mache ich Yoga.“ Formuliere es konkret, aber flexibel: „Ich übe jeden Tag, aber die Dauer passt sich meinem Energieniveau an.“
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wenn der körper nicht so will wie der kopf
Du hast vielleicht Rückenschmerzen, weil du viel sitzt, oder deine Hüften fühlen sich zu eng an. Du schaust dir eine Yogasequenz online an und merkst: Die Dehnung in der Vorbeuge tut weh. Genau hier ist das „Ja“ entscheidend. Du sagst: „Mein Rücken ist heute verspannt, also nehme ich die Hände auf die Schienbeine statt auf den Boden.“ Oder: „Meine Hüfte ist heute empfindlich, ich gehe nur so weit in den Ausfallschritt, wie es sich gut anfühlt.“
Der Schlüssel liegt darin, Hilfsmittel (Props) zu akzeptieren und sie als deine besten Freunde zu sehen. Blöcke unter die Hände zu legen oder ein Kissen unter dein Gesäß zu schieben, ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen von Intelligenz und Selbstfürsorge. Es erlaubt dir, die Haltung so anzupassen, dass dein Körper wirklich profitiert.
den atem als anker nutzen: was hat das mit ja sagen zu tun?
Yoga ist mehr als nur Dehnung. Der Atem ist der Motor deiner Praxis. Beim yesyoga wird der Atem zum zentralen Anker, besonders wenn die Bewegung schwierig wird. Dein Atem sagt dir ehrlich, wie es dir geht, lange bevor dein Verstand es zugibt. Das Finden der inneren Balance hängt eng mit dieser Atemarbeit zusammen.
Wenn du in einer Haltung bist und merkst, wie dein Atem flach und schnell wird, ist das ein klares Signal. Dein Körper sagt: „Stopp, das ist zu viel!“ Anstatt dich weiter reinzuzwängen, atmest du tief ein und beim Ausatmen erlaubst du dir, einen Millimeter loszulassen. Das ist das aktive „Ja“ zum jetzigen Zustand. Du sagst nicht „Nein, ich kann das nicht“, sondern „Ja, ich beobachte, wie mein Körper reagiert, und ich passe mich an.“ Dieses Prinzip der Anpassung ist auch der Kern von Balance Yoga, wo Stabilität durch Loslassen entsteht.
einfache atemübungen für den alltag
Du brauchst keine komplizierten Pranayama-Techniken (Atemübungen), um sofort davon zu profitieren. Probiere das hier aus, wenn du dich gestresst fühlst oder bevor du dich auf die Matte begibst:
• Setz dich bequem hin oder lege dich auf den Rücken.
• Atme tief durch die Nase ein und zähle dabei bis vier. Spüre, wie sich dein Bauch hebt.
• Halte den Atem kurz an (zwei Sekunden).
• Atme langsam und vollständig durch den leicht geöffneten Mund oder die Nase aus und zähle bis sechs. Das lange Ausatmen beruhigt dein Nervensystem.
• Wiederhole das fünf- bis zehnmal.
Diese kurzen Atemübungen sind deine tägliche Dosis yesyoga, weil sie dir erlauben, im Hier und Jetzt anzukommen, egal was sonst passiert.
dein weg zur regelmäßigen, selbstbestimmten praxis
Viele suchen nach einem Stundenplan, der perfekt zu ihrem Leben passt. Aber das Leben ändert sich ständig. Eine feste Stunde am Mittwoch um 18 Uhr funktioniert diese Woche vielleicht nicht, weil du länger arbeiten musst. Deine individuelle yoga praxis sollte flexibel sein.
Ausgewählte Quellen
Erkunde diese relevanten Quellen, um dein Wissen über YesYoga: Ihr Weg zu mehr Flexibilität und Ruhe zu erweitern.
• YES Coach – Fitness, Online Yoga & Pilates für Frauen | Yoga …
• Mountain Vibes: Kraft und Leichtigkeit – Indigourlaub
selbstreflexion statt starrer pläne
Nimm dir einmal pro Woche fünf Minuten Zeit, um zu überlegen: Was brauche ich diese Woche? Brauche ich Energie, weil viel ansteht? Dann wählst du vielleicht eine fließende Praxis (Flow). Brauchst du Ruhe, weil du erschöpft bist? Dann wählst du nur sanftes Halten und viel Entspannung.
Du lernst, deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und deine Übung danach auszurichten. Das ist die wahre Freiheit im Yoga, die dieser entspannte Ansatz dir schenken kann. Es geht darum, deine eigene beste Lehrkraft zu werden.
die bedeutung der entspannung (savasana)
Oftmals schleichen wir uns am Ende der Stunde heraus, wenn die Entspannungsphase – Savasana – beginnt. Doch gerade diese Phase ist der Kern vieler positiver Effekte deiner yogastunde. Dein Körper integriert die Dehnungen und Anspannungen, dein Geist beruhigt sich wirklich.
Wenn du nur zehn Minuten Yoga machst, verbringe mindestens zwei Minuten in Savasana. Lege dich hin, schließe die Augen. Sag dir innerlich: „Ja, ich erlaube meinem Körper, jetzt vollständig loszulassen.“ Lass alle Gedanken ziehen. Wenn du bemerkst, dass du über die Einkaufsliste nachdenkst, nickst du innerlich und kehrst sanft zum Gefühl deines Körpers zurück. Das ist aktives Annehmen und Loslassen gleichzeitig.
die sicherheit der übergänge
Besonders bei dynamischeren Bewegungen oder beim Wechsel zwischen Positionen achten wir oft nur auf die Endposition. Aber der Weg dorthin ist genauso wichtig für deine Gelenke und deine Konzentration. Wenn du lernst, jeden Übergang bewusst zu gestalten, vermeidest du unnötige Belastungen. Das ist ein weiterer wichtiger Aspekt der achtsamen Praxis.
Denke beim Wechsel von der sitzenden Haltung in den herabschauenden Hund daran, kurz innezuhalten. Spüre, wie du die Hände auf den Boden setzt. Spüre, wie du die Hüften anhebst. Diese kleinen Pausen verhindern, dass du in eine Art Autopilot-Modus verfällst, der oft zu Unachtsamkeit führt.
häufig gestellte fragen
muss ich yoga matten kaufen, um anzufangen?
Nein, eine einfache Matte hilft dir, nicht auf dem kalten Boden zu rutschen, aber du kannst anfangs auch eine dicke Decke verwenden. Wichtiger als die Matte ist, dass du einen ruhigen Platz findest, wo du dich für ein paar Minuten ungestört fühlst. Das kann dein Wohnzimmer oder sogar dein Büro sein.
kann ich diese art von yoga auch mit anderen sportarten kombinieren?
Absolut. Diese selbstbestimmte Haltung ist übertragbar. Wenn du morgens joggst und merkst, deine Oberschenkel sind super fest, dann wählst du für dein abendliches kurzes Yoga eine sanfte Hüftöffnung. Es geht darum, die Balance zu finden und deinen Körper als Ganzes zu betrachten, nicht als isolierte Trainingsbereiche.
was mache ich, wenn ich bei online-videos korrigiert werden möchte?
Das ist ein berechtigter Wunsch, denn man sieht sich selbst oft schlecht. Suche gezielt nach Kursen, die explizit „sanfte Praxis“ oder „Yoga für Anfänger mit Fokus auf Ausrichtung“ anbieten, statt reinen Power-Yoga-Klassen. Alternativ kannst du dir ein paar Stunden bei einem lokalen Lehrer nehmen, der dir grundlegende Ausrichtungspunkte erklärt. Dann weißt du, worauf du beim Üben zu Hause achten musst.