Warum der Yogablock dein bester Freund auf der Matte wird
Oftmals scheitert eine Haltung nicht an mangelndem Willen, sondern an der fehlenden Reichweite. Du versuchst, die Zehen zu berühren, aber dein Rücken zieht, die Schultern spannen an. Das Ergebnis? Du kompensierst, anstatt die Dehnung im gewünschten Bereich – vielleicht in den Oberschenkelrückseiten oder in der Hüfte – wirklich zu spüren. Genau hier setzt der Yogablock an. Er überbrückt die Lücke zwischen deinem Körper und dem Boden, ohne dass du in ungesunde Haltungen verfällst.
Ein Yogablock bringt den Boden näher zu dir heran. Das klingt simpel, macht aber einen riesigen Unterschied. Er erlaubt deinem Körper, sich in der richtigen Ausrichtung zu stabilisieren, bevor du in die volle Tiefe der Asana (Yoga-Haltung) gehst. Das ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil: Es ist intelligent Yoga praktizieren. Du schützt deine Gelenke und schenkst deinen Muskeln die Erlaubnis, sich langsam zu öffnen.
Die Materialfrage: Welcher Yogablock passt zu deinem Stil?
Nicht jeder Block ist gleich. Bevor du dich fragst, wie du ihn einsetzt, schauen wir kurz, welche Varianten es gibt. Die Wahl des Materials beeinflusst das Gewicht, die Griffigkeit und die Festigkeit. Wenn du online nach dem passenden Yogablock suchst, wirst du meistens auf drei Haupttypen stoßen:
• Korkblöcke: Diese sind oft meine erste Empfehlung. Kork ist nachhaltig, bietet eine wunderbare, feste Struktur und hat eine angenehme, leicht raue Oberfläche, die auch bei Schweiß gut greifbar bleibt. Sie sind stabil und geben kaum nach.
• Schaumstoffblöcke (EVA-Schaum): Diese sind leicht und weich. Ideal für Anfänger oder wenn du den Block unter deinem Becken positionierst, zum Beispiel in regenerativen Haltungen. Sie sind sehr preiswert, bieten aber weniger Halt, wenn du dein volles Gewicht darauf verlagerst.
• Holzblöcke: Sie sind extrem stabil und langlebig, aber auch schwer und teuer. Holz ist perfekt, wenn du maximale Unterstützung in Posen wie dem Schulterstand oder für bestimmte Meditationstechniken brauchst.
Überlege, was du am häufigsten machst. Wenn du viel mit deinem Körpergewicht arbeitest und viel Halt brauchst, greife zu Kork oder Holz. Wenn du den Block eher zur sanften Unterstützung nutzt, tut es auch ein leichter Schaumstoffblock.
Praktische Anwendung: So nutzt du deinen Yogablock richtig
Die wahre Magie des Blocks liegt in seiner Vielseitigkeit. Du kannst ihn hochkant, flach oder auf der schmalsten Seite liegend nutzen. Diese drei Positionen geben dir drei verschiedene Höhen und damit drei Stufen der Unterstützung. Hier sind einige konkrete Beispiele, wo dein Yogablock dein Training revolutioniert.
1. Unterstützung in Vorbeugen (stehend und sitzend)
Kennst du die klassische stehende Vorbeuge (Uttanasana)? Viele ziehen dabei den Rücken rund, weil die Hände den Boden nicht erreichen. Lege zwei Blöcke vor dich auf den Boden, auf die höchste Stufe (hochkant). Platziere deine Hände auf diesen Blöcken. Du stehst nun aufrecht, die Knie bleiben sanft gebeugt. Dein Rücken ist gerade, und du spürst die Dehnung sanft in den Oberschenkelrückseiten. Du kannst die Höhe reduzieren, sobald du dich wohler fühlst. Das ist die beste Methode, um die Dehnung im Knochenbau und nicht in den Gelenken zu halten.
Sitzt du auf der Matte und machst eine Vorbeuge (z.B. Paschimottanasana), aber dein Becken kippt nach hinten? Stelle dir vor, du würdest dich auf zwei hohe Blöcke setzen. Dein Becken kippt nach vorne, dein Rücken richtet sich auf. Von dieser aufrechten Position aus kannst du dich viel besser nach vorne dehnen, ohne deinen unteren Rücken zu belasten. Das ist eine super Technik für alle, die Verspannungen im unteren Rücken spüren.
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2. Stabilität im Krieger und Ausfallschritten
Im Krieger I oder II kann es vorkommen, dass dein vorderes Knie zu weit nach vorne wandert oder dein hinterer Fuß keinen Halt findet. Lege einen Block längs an die Innenseite deines hinteren Fußes. Dies gibt dir eine feste „Wand“, gegen die du dich abstützen kannst. Das hilft dir, das Becken gerade auszurichten und mehr Kraft in deinem vorderen Bein aufzubauen.
Wenn du den Ausfallschritt übst und deine Fingerspitzen den Boden nicht erreichen, nutze den Block unter deiner vorderen Hand. Das gibt dir die nötige Sicherheit, um die Hüftbeuger zu öffnen, ohne dass du das Gleichgewicht verlierst oder die Schultern hochziehst.
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• CDC Clinical Practice Guideline for Prescribing Opioids for Pain …
3. Entspannung und Restorative Haltungen
Yogablöcke sind fantastisch für regenerative Übungen. Stell dir vor, du machst die liegende Schmetterlingshaltung (Supta Baddha Konasana). Lege unter jedes Knie einen Block auf mittlerer Höhe. Das nimmt den Zug von der Hüfte und das Gewebe kann vollständig entspannen. Dein Nervensystem beruhigt sich viel schneller.
Auch beim Schulter- oder Rücken-Öffner (wie eine sanfte Rückbeuge auf dem Boden) kann ein Block Wunder wirken. Platziere einen Block quer unter deinen Schulterblättern (auf der mittleren oder niedrigsten Stufe). Lege den Kopf sanft ab. Du öffnest den Brustkorb passiv und tief. Diese Haltung nimmst du oft für mehrere Minuten ein und merkst, wie sich Verspannungen lösen, die du im Alltag gar nicht bemerkt hast.
Umgang mit Zweifeln: „Bin ich zu flexibel für Blöcke?“
Das ist ein häufiger Gedanke, den ich oft höre. Leute denken, dass Blöcke nur für Anfänger sind. Das ist ein hartnäckiges Missverständnis. Selbst erfahrene Yogis nutzen Blöcke ständig, und zwar aus einem anderen Grund: um die Haltung zu perfektionieren.
Wenn du sehr flexibel bist, kann es sein, dass du in eine Haltung zu tief hineinfällst und dabei deine Gelenke überdehnst oder die Zielmuskulatur umgehst. Ein erfahrener Yogi nutzt den Block, um die Muskelspannung bewusst zu erhöhen oder eine präzisere Ausrichtung zu finden. Ein Block unter dem Fuß in der Dreieckshaltung zum Beispiel zwingt dich, deine seitliche Bauchmuskulatur mehr zu aktivieren, anstatt nur in die Dehnung zu sinken.
Sei mutig, deinen Block auch in herausfordernden Asanas zu platzieren. Er ist ein Werkzeug zur Verfeinerung, nicht nur zur Erreichbarkeit. Experimentiere mit den verschiedenen Höhen. Was fühlt sich heute richtig an? Höre auf deinen Körper, nicht auf deine Erwartungen.
Reinigung und Pflege deines Yoga-Zubehörs
Da du deinen Yogablock nun regelmäßig nutzen wirst, ist die Pflege wichtig. Besonders Kork- und Holzblöcke sind pflegeleicht. Du kannst sie einfach mit einem feuchten Tuch abwischen. Bei Schaumstoffblöcken empfiehlt es sich, ein mildes Yoga-Spray zu verwenden, das oft Teebaumöl enthält, um sie sauber zu halten.
Lagere deine Blöcke trocken. Wenn sie aus Kork sind, vermeide es, sie längere Zeit im direkten Sonnenlicht liegen zu lassen, da das Material austrocknen kann. Dein Block ist ein langlebiger Begleiter; pfleg ihn gut, und er wird dir jahrelang dienen.
Häufig gestellte fragen
wie hoch sollte mein erster yogablock sein?
Für die meisten Menschen ist die Standardhöhe von etwa 10 bis 15 Zentimetern ideal für den Anfang. Diese Höhe bietet genug Abstand zum Boden, um in Vorbeugen Unterstützung zu finden. Wenn du sehr groß bist oder sehr wenig Flexibilität hast, kann ein etwas höherer Block mehr Komfort bieten. Probiere verschiedene Höhen aus, um dein persönliches Maß zu finden.
kann ich auch zwei yogablöcke zusammen benutzen?
Absolut, die Verwendung von zwei Blöcken gleichzeitig bietet dir fantastische Stabilität. Du kannst sie beispielsweise unter deine Hände stellen, um deine Balance beim Herabschauenden Hund zu üben, oder sie unter die Oberschenkel legen, um in der Rückenlage tiefe Entspannung zu finden. Zwei Blöcke erlauben dir, eine breitere Basis zu schaffen.
muss ich den yogablock immer in der hand halten?
Nein, du musst ihn nicht ständig festhalten. Im Gegenteil: Der beste Einsatz ist, wenn der Block fest auf dem Boden platziert ist und du dein Gewicht darauf verlagerst. Das erlaubt deinen Händen, sich zu entspannen. Wenn du merkst, dass du die Balance verlierst oder der Block verrutscht, musst du ihn eventuell neu positionieren oder eine stabilere Auflagefläche wählen.