Was bedeutet yogamore wirklich?
Der Begriff „yogamore“ kombiniert zwei starke Ideen: Yoga und das englische Wort für Liebe, „more“ (mehr). Im Kern geht es darum, Yoga nicht nur als sportliche Übung zu sehen, sondern als einen Weg, mehr Liebe – vor allem Selbstliebe – in dein Leben zu bringen. Es ist die Philosophie, dass die Praxis auf der Matte direkt zu mehr Güte dir selbst und anderen gegenüber führt.
Viele Menschen beginnen mit Yoga, weil sie ihre Rückenschmerzen lindern oder beweglicher werden wollen. Das ist super und ein wichtiger Teil. Aber yogamore erweitert diesen Blickwinkel. Es geht darum, wie du atmest, wenn du gestresst bist. Es geht darum, wie du mit Fehlern umgehst, die dir im Alltag passieren. Kannst du dir selbst verzeihen? Das ist der „amore“-Teil, der oft vergessen wird.
Yoga als Praxis der Selbstannahme
Kennst du das Gefühl, dass du immer perfekt sein musst? Im Job, in der Familie, sogar beim Yoga selbst? Du versuchst eine Haltung und denkst sofort: Das kann ich nicht, ich bin zu steif. Hier lehrt yogamore anders. Es ermutigt dich, genau dort zu beginnen, wo du gerade stehst. Wenn dein Knie beim Vorbeugen weh tut, ist das eine Information, keine Niederlage. Du näherst dich dieser Grenze mit Neugier statt mit Kritik.
Diese Praxis lehrt dich, die Grenzen deines Körpers und deines Geistes anzunehmen, ohne sie sofort ändern zu müssen. Es ist ein Akt der Liebe, diesen Moment zu respektieren. Wenn du lernst, deinen Körper in einer anspruchsvollen Position liebevoll zu halten, überträgst du diese Fähigkeit auch auf schwierige Lebenssituationen.
Die Säulen von yogamore im Alltag
Damit das Konzept nicht nur theoretisch bleibt, braucht es praktische Ankerpunkte. yogamore stützt sich auf mehrere Säulen, die du sofort in deinen Alltag integrieren kannst. Es geht darum, wie du atmest, wie du dich bewegst und wie du denkst.
Bewusste Atmung als Anker
Deine Atmung ist das direkteste Werkzeug für Ruhe. Wenn der Stresspegel steigt, wird die Atmung flach und schnell. yogamore legt großen Wert darauf, die Atmung zu vertiefen, oft als „Pranayama“ bezeichnet, was „Lebensenergie lenken“ bedeutet. Du musst dafür keine komplizierten Atemtechniken lernen, um anzufangen.
Probier das mal aus, wenn du das nächste Mal im Stau stehst oder eine stressige E-Mail liest: Nimm dir drei bewusste Atemzüge. Atme langsam durch die Nase ein und zähle dabei bis vier. Halte kurz an. Atme dann langsam durch den Mund aus, als würdest du durch einen Strohhalm pusten, und zähle dabei bis sechs. Du verlängerst die Ausatmung bewusst. Das signalisiert deinem Nervensystem sofort: Gefahr vorbei, es ist sicher.
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Die Haltung in Bewegung
In der Yogastunde sind die Körperhaltungen, die Asanas, mehr als nur Dehnübungen. Sie sind Trainingsfelder für deine innere Haltung. Wenn du zum Beispiel im „Krieger II“ stehst, spürst du vielleicht, wie deine Oberschenkel zittern. Das ist Anstrengung, das ist Kraft.
Der yogamore-Gedanke ist hier: Bleib in dieser Kraft präsent und versuche nicht, die Anstrengung sofort wegzudrücken. Nimm das Zittern als Teil der Erfahrung an. Im Leben ist es genauso. Wenn eine Aufgabe schwierig ist, bleib in der Haltung. Steh fest in deinen Füßen, auch wenn es wackelt. Dies stärkt deine innere Widerstandsfähigkeit – deine Resilienz.
Umgang mit Zweifeln und Perfektionismus
Viele Menschen, die einen Weg zur inneren Ruhe suchen, kämpfen mit dem inneren Kritiker. Dieser Kritiker sagt dir ständig, was du falsch machst oder was dir noch fehlt, um „gut genug“ zu sein. yogamore ist ein Gegenmittel dazu.
Wenn dieser kritische Gedanke kommt, erkenne ihn an. Sage innerlich: „Aha, da ist mein Kritiker wieder.“ Dann lenke deine Aufmerksamkeit sanft zurück zu dem, was du gerade tust – sei es die Atmung oder die Konzentration auf einen Punkt vor dir. Du versuchst nicht, den Gedanken zu bekämpfen, was ihn nur stärker macht. Du lässt ihn einfach vorbeiziehen, wie eine Wolke.
Wann ist dieser Ansatz besonders hilfreich?
Du merkst vielleicht, dass yogamore nicht nur etwas für die Yogamatte ist. Es hilft dir immer dann, wenn das Leben schneller wird oder du dich selbst zu hart behandelst. Hier sind einige typische Situationen, in denen die sanfte Stärke dieser Philosophie wirklich hilft:
• Wenn du dich chronisch überfordert fühlst und das Gefühl hast, du müsstest immer mehr leisten.
• Wenn du nach Rückschlägen lange brauchst, um wieder aufzustehen, weil du dich selbst beschimpfst.
• Wenn du Schwierigkeiten hast, Grenzen zu setzen, weil du Angst hast, andere zu verärgern.
• Wenn du merkst, dass du deine eigenen Bedürfnisse ständig hintanstellst, um anderen zu gefallen.
Vertiefende Links
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• Yoga & More, Kursstudio in Telgte
Selbstmitgefühl in die Tat umsetzen
Selbstmitgefühl ist der Kern von yogamore. Es klingt oft abstrakt, aber es hat ganz konkrete Schritte. Es bedeutet, dich so zu behandeln, wie du einen guten Freund behandeln würdest, der gerade leidet oder einen Fehler gemacht hat.
Stell dir vor, dein bester Freund würde dir erzählen, dass er einen wichtigen Termin vergessen hat. Würdest du ihm sagen: „Du bist so dumm und unorganisiert“? Wahrscheinlich nicht. Du würdest sagen: „Das ist ärgerlich, aber es passiert jedem mal. Was können wir jetzt tun, um es wiedergutzumachen?“
yogamore lehrt dich, diesen Satz genauso auf dich selbst anzuwenden. Das ist die Praxis der bedingungslosen Akzeptanz deiner eigenen Menschlichkeit. Du erlaubst dir, Fehler zu machen, weil du weißt, dass Fehler Teil des Lernprozesses sind.
Dein Weg zu mehr Sanftheit – Erste Schritte
Du musst nicht sofort eine Stunde Yoga am Tag machen, um diesen Geisteszustand zu kultivieren. Kleine, beständige Schritte sind viel effektiver, um diese tiefere Verbindung zu etablieren. Hier sind ein paar Ideen, die dir den Einstieg erleichtern, um mehr liebevolle Achtsamkeit in deinen Tag zu bringen.
• Der 5-Minuten-Check-in: Nimm dir morgens, bevor du das Handy in die Hand nimmst, fünf Minuten Zeit. Setze dich bequem hin. Frage dich: Wie fühle ich mich gerade? Nicht, was muss ich tun, sondern wie fühlt sich mein Körper an? Wo sitzt die Anspannung? Atme dorthin.
• Die liebevolle Korrektur: Wenn du merkst, dass du dich gedanklich kritisierst, ersetze den negativen Gedanken durch eine neutrale oder positive Beobachtung. Statt „Ich bewege mich ungeschickt“ sage: „Ich spüre meine Muskeln arbeiten.“
• Dankbarkeit für die Funktion: Anstatt nur auf das zu schauen, was dein Körper nicht kann, nimm dir einen Moment, um dem zu danken, was er tut. Zum Beispiel: Danke, dass deine Beine dich heute zur Arbeit getragen haben. Danke, dass deine Hände diese Mahlzeit zubereiten konnten.
• Die Ruhepause bewusst wählen: Wenn du merkst, dass du kurz vor dem Ausrasten bist oder sehr gereizt reagierst, wähle bewusst eine Pause. Gehe kurz aus dem Raum, trinke ein Glas Wasser und erinnere dich an die verlängerte Ausatmung. Das ist ein Geschenk an dich selbst.
Denke daran: yogamore ist kein Ziel, das man erreicht und dann abhakt. Es ist eine fortlaufende Bewegung – wie eine Tanzpartnerin, die dich sanft auffordert, heute etwas lockerer zu sein als gestern. Es geht darum, diese Freundlichkeit zu üben, bis sie zur natürlichen Haltung wird.
Häufig gestellte fragen
brauche ich spezielle yoga erfahrung für yogamore
Nein, du brauchst keine Vorkenntnisse. yogamore ist eine Haltung, die du in jede Tätigkeit mitbringen kannst. Es geht mehr um deine innere Einstellung als um komplizierte Posen auf der Matte. Der Fokus liegt auf Selbstakzeptanz, nicht auf technischer Perfektion.
was mache ich, wenn ich ungeduldig werde
Ungeduld ist menschlich und ein Zeichen dafür, dass dein Geist etwas ändern möchte. Erkenne die Ungeduld an, ohne dich dafür zu verurteilen. Atme bewusst in das Gefühl der Ungeduld hinein. Oft hilft es, sich zu sagen: „Ich gebe mir gerade selbst Zeit, um zu wachsen.“
ist das nur etwas für sanfte menschen
Überhaupt nicht. yogamore bedeutet nicht, dass du schwach oder passiv wirst. Es geht darum, deine Kraft aus einer stabilen, liebevollen Basis heraus zu entfalten. Wahre Stärke entsteht, wenn du dich selbst bedingungslos unterstützt, auch in herausfordernden Momenten.