Die Basis: Die Yogamatte – Dein persönlicher Raum
Die Yogamatte ist zweifellos das wichtigste Stück Zubehör. Sie definiert deinen Übungsraum. Aber welche Matte passt zu dir? Hier spielen Material, Dicke und Rutschfestigkeit die Hauptrolle. Wenn du viel schwitzt, brauchst du eine andere Matte als jemand, der eher trockene Hände hat.
Materialien: Naturkautschuk, PVC oder TPE?
Die Wahl des Materials beeinflusst Halt und Umweltfreundlichkeit. Schauen wir uns die gängigsten Optionen an, damit du eine informierte Entscheidung triffst, welches Yoga-Equipment dein Zuhause bereichert.
• Naturkautschuk: Diese Matten bieten meist den besten Halt, besonders wenn es feucht wird. Sie sind langlebig und umweltfreundlich, aber oft etwas schwerer und teurer. Ideal für dynamische Stile wie Vinyasa Yoga.
• PVC (Polyvinylchlorid): Diese sind robust und pflegeleicht. Sie bieten guten Halt, sind aber weniger atmungsaktiv und ökologisch gesehen nicht die erste Wahl. Viele Studios nutzen sie wegen ihrer Haltbarkeit.
• TPE (Thermoplastisches Elastomer): Eine gute Mischung aus leicht und griffig. TPE-Matten sind oft leichter als Kautschukmatten und eine gute Wahl, wenn du Wert auf ein geringeres Gewicht legst. Sie sind geruchsneutraler als viele günstige Plastikmatten.
Dicke und Polsterung: Komfort trifft Stabilität
Die Dicke deiner Matte bestimmt, wie viel Dämpfung deine Gelenke bekommen. Hier gilt oft: Dicker ist nicht immer besser. Eine sehr dicke Matte (über 6 mm) kann bei Standhaltungen instabil wirken. Dein Gleichgewichtssinn wird durch eine zu weiche Unterlage erschwert.
Wenn du auf einem harten Holzboden übst und Probleme mit Knien oder Handgelenken hast, schau nach Matten mit etwa 5 mm Dicke. Für Reisen oder wenn du deine Matte oft mitnimmst, sind dünnere Matten (3–4 mm) ideal. Sie sind leicht und lassen sich gut falten, bieten aber weniger Komfort beim Sitzen oder bei Bodenübungen.
Hilfsmittel für mehr Tiefe und Sicherheit: Blöcke und Gurte
Viele, die neu mit Yoga beginnen, denken, dass Hilfsmittel wie Blöcke und Gurte nur für Anfänger gedacht sind oder ein Zeichen dafür sind, dass man „es nicht kann“. Das stimmt absolut nicht! Diese Teile des Yogazubehörs sind Werkzeuge, die dir helfen, die Ausrichtung zu perfektionieren und die Haltung so anzupassen, dass sie deinen Körper respektiert.
VIDEO: Sinnvolles Yoga Equipment I Was brauchst du wirklich? I Alles ber Yoga Tools, Blcke, Gurte …
Yogablöcke: Abstand überbrücken
Stell dir vor, du versuchst, im Dreieck (Trikonasana) mit gestreckten Armen den Boden zu berühren, aber deine Fingerspitzen erreichen ihn nicht. Frustrierend, oder? Ein Yogablock ist hier dein bester Freund. Er bringt den Boden zu dir.
Wichtig bei der Auswahl von Blöcken ist wieder das Material. Möchtest du etwas Stabiles oder etwas Leichtes?
• Korkblöcke: Sie sind schwer und sehr stabil. Wenn du Auflagefläche brauchst, die nicht verrutscht, sind Korkblöcke hervorragend. Sie sind auch umweltfreundlich.
• Schaumstoffblöcke: Diese sind sehr leicht und weich. Sie bieten viel Dämpfung, können aber bei starkem Druck leicht nachgeben. Gut für sanfte Dehnungen oder wenn du wenig Kraft im Oberkörper hast.
Nutze Blöcke, um deine Hände darauf abzustellen, deine Hüfte beim Sitzen leicht anzuheben oder um Unterstützung in tieferen Vorbeugen zu finden. Sie ermöglichen dir, die Spannung im Muskel zu spüren, statt dich in die Dehnung zu erzwingen.
Interessante Websites
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Yogagurte: Die Verlängerung deiner Arme
Ein Yogagurt (manchmal auch als Yogaband bezeichnet) hilft dir, wenn du eine Dehnung nicht tief genug erreichst. Wenn du beispielsweise im Sitzen nach vorne beugst und deine Hände deine Füße nicht greifen, legst du den Gurt um deine Fußsohlen. Dann ziehst du sanft am Gurt, um die Dehnung in der Beinrückseite zu vertiefen, ohne deinen Rücken rund werden zu lassen.
Achte darauf, dass der Gurt stabil ist. Baumwollgurte mit einem stabilen Metall- oder Kunststoffverschluss sind empfehlenswert, da sie sich nicht dehnen oder reißen, wenn du Zug ausübst. Dieses elementare Stück Zubehör für Yoga sorgt dafür, dass du die richtige Ausrichtung findest, bevor dein Körper flexibel genug ist.
Wenn es weich sein soll: Kissen und Decken
Yoga ist nicht immer nur hartes Training. Gerade bei regenerativen Haltungen, Yin Yoga oder Pranayama (Atemübungen) brauchst du Komfort und Halt, damit dein Körper entspannen kann. Hier kommen Kissen und Decken ins Spiel.
Das Bolster: Dein Anker in der Entspannung
Ein Bolster ist ein festes, rechteckiges oder rundes Kissen. Es ist ein fantastisches Werkzeug für den passiven Halt. Beim Liegen über dem Bolster in einer leichten Rückbeuge entspannst du die Vorderseite deines Körpers tief. Es nimmt dir die gesamte Haltearbeit ab.
Wenn du es für unterstützende Haltungen im Sitzen verwendest, sitzt du stabiler und deine Hüften öffnen sich leichter, da das Kissen dein Becken leicht nach vorne neigt. Ein Bolster aus fester Baumwolle oder Kapokfüllung hält seine Form am besten und ist ideal für intensives Yin Yoga.
Die Yogadecke: Vielseitigkeit pur
Vergiss dicke Wolldecken. Du brauchst eine leichte, aber wärmende Decke, oft aus Baumwolle oder Flanell. Die Decke hat mehrere Funktionen:
• Wärme: In der Entspannungsphase (Shavasana) kühlt der Körper schnell aus. Eine Decke hält dich warm und signalisiert dem Nervensystem, dass es sicher ist, loszulassen.
• Polsterung: Du kannst eine Decke unter deine Knie legen, wenn du im Vierfüßlerstand bist, oder sie unter dein Gesäß falten, wenn du aufrecht sitzen möchtest.
• Stütze: Sie dient als weicher Blockersatz für Schultern oder Kopf in bestimmten restorativen Haltungen.
Spezialzubehör für Fortgeschrittene und besondere Bedürfnisse
Sobald du weißt, dass Yoga dein Weg ist, kannst du über Extras nachdenken, die deine Praxis spezifischer unterstützen.
Handtücher für viel Schweiß
Wenn du Hot Yoga machst oder einfach sehr stark schwitzt, rutscht du auf der Matte aus – selbst die beste Yogamatte kommt an ihre Grenzen. Hier ist ein Yogahandtuch unverzichtbar. Es wird über die Matte gelegt und saugt Feuchtigkeit auf. Achte darauf, dass die Unterseite des Handtuchs eine Anti-Rutsch-Beschichtung hat, sonst verrutscht es mehr als deine Füße.
Augen- und Meditationskissen
Für die Abschlussentspannung kann ein kleines Lavendelsäckchen oder eine Augenmaske Wunder wirken. Sie blockieren das Licht und üben einen leichten Druck auf die Augen aus, was nachweislich das parasympathische Nervensystem aktiviert – also den Ruhe- und Erholungsmodus.
Ein Meditationskissen (Zafu) hilft dir, lange still zu sitzen. Es hebt dein Becken so an, dass die Knie bequem am Boden Platz finden können. Wenn du bequemer sitzt, hältst du die Meditation länger durch, weil dein Körper weniger abgelenkt ist.
Pflege deiner Ausrüstung: Damit dein Yoga-Zubehör lange hält
Du hast jetzt in gutes Yogazubehör kaufen investiert. Nun ist es wichtig, es gut zu behandeln. Eine gepflegte Matte ist hygienischer und bleibt griffiger.
Reinige deine Matte regelmäßig. Wische sie nach jeder intensiven Praxis mit einem speziellen Mattenreiniger ab. Eine einfache Mischung aus Wasser und ein paar Tropfen ätherischem Öl (Teebaumöl wirkt leicht antibakteriell) genügt oft. Lagere deine Matte aufgerollt, aber nicht zu fest, und vermeide direkte, starke Sonneneinstrahlung, da diese manche Materialien porös machen kann.
häufig gestellte fragen
welche yogamatte ist am besten für anfänger?
Für Anfänger ist eine Matte mit etwa 4 bis 5 mm Dicke ideal. Sie bietet genug Polsterung, um Gelenke zu schützen, ist aber noch stabil genug, um dein Gleichgewicht zu trainieren. Achte auf ein Material, das dir guten Halt gibt, auch wenn deine Hände mal etwas feucht sind.
muss ich unbedingt blöcke kaufen?
Nein, müssen tust du gar nichts, aber Blöcke machen das Üben viel zugänglicher. Sie erlauben dir, die korrekte Haltung einzunehmen, auch wenn deine Flexibilität noch nicht ausreicht. Sie verhindern, dass du dich in Haltungen hineinpresst, was Verletzungen vorbeugen kann.
wie entscheide ich mich für die richtige gurtlänge?
Wenn du deine Arme gerade nach vorne streckst, sollte ein Gurt, den du um deine Hände legst, locker durchhängen können, wenn du ihn nicht benutzt. Wenn du ihn zur Dehnung brauchst, solltest du ihn um deine Füße legen und noch etwas Spielraum haben, um sanft ziehen zu können. Für die meisten Erwachsenen sind Gurte zwischen 2,5 und 3,5 Metern Länge gut geeignet.